PFINGSTEN

Eine bildnerische Annäherung des Malers Franz-S. Gebhardt-Westerbuchberg (1895 - 1969)

Ausstellung im Atelierfenster

14.05. bis 31.05.2026

Blick ins Atelierfenster

Die ausgestellten vier großformatigen Schwarz-Weiß-Monotypien zum Pfingstgeschehen des Malers Franz-S. Gebhardt-Westerbuchberg waren im Zusammenhang mit dem seinerzeit viel beachteten Zyklus zur Passion entstanden. Sie verdeutlichen das Ringen des Malers um eine Bildfindung, die der biblischen Erzählung vom Pfingstwunder in der Apostelgeschichte gerecht wird. Erst seine vierte Version fand er gelungen genug, um sie zu signieren und mit dem Titel zu unterzeichnen:

„… und ein großes Rauschen erfüllte die Luft …“

F.S. Gebhardt-Westerbuchberg

Erst spät in seinem Malerleben fand Gebhardt-Westerbuchberg in der Technik der Monotypie, der er sich intensiv widmete, ein Ausdrucksmittel, das seiner Expressivität, bildnerischen und zeichnerischen Erfahrung und schnellen Arbeitsweise zugutekam.

F.S. Gebhardt-Westerbuchberg

In den mehr als 40 Blättern zur Passion Jesu, aber auch in diesen Pfingstbildern, lässt sich eine existentielle Betroffenheit des Malers wahrnehmen, dem es um wesentlich mehr ging, als biblische Texte zu illustrieren. So lassen sich in den Gesichtern der dargestellten Pfingstgemeinde Betroffenheit, Erstaunen, Ergriffenheit und Unverständnis spüren, die der Überseer Maler vor 70 Jahren empfunden und in seinen Bildern festgehalten hat. Ein Kulturgut aus der Region, dem ich mit dieser kleinen Ausstellung mal wieder Wertschätzung und Beachtung ermöglichen möchte.

c.lewerentz

F.S. Gebhardt-Westerbuchberg

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